Buchtipp: Die türkische Küche
Buchtipp

Rezepte aus dem osmanischen Reich mit den Düften des Orients.
Buchkritik von Martina Tschirner.
„Die türkische Küche“ ist eine kulinarische Entdeckungsreise in vergangene Zeiten. Denn denen verdankt sie ihre Aromenvielfalt, genauer gesagt den Zeiten, als die Türkei das Zentrum des osmanischen Reiches war. Es erstreckte sich von Bagdad im Osten bis Tripolis im Westen. Von Budapest im Norden bis Kairo im Süden. Und aus allen Ländern, die von den Türken damals erobert wurden, nahmen die sich die besten Zutaten und Rezepte mit und trugen sie in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, zusammen.
So entwickelte sich die Küche des osmanischen Reiches im Laufe der Jahrhunderte zur Feinschmeckerküche. Ein Beispiel sind die vielen kleinen Vorspeisen, Meze, mit denen ein türkisches Mahl beginnt. Sie sind ebenfalls typisch für den gesamten östlichen Mittelmeerraum, stammen aber ursprünglich aus Persien. Aus Griechenland kommt die Vorliebe türkischer Köche, Gemüse in Öl zu garen. Sie lernten es einst von griechischen Inselbewohnern.
Neunzig typische Rezepte der heutigen Landesküche, die ihren Ursprung oft in Griechenland, Syrien oder den Balkanländern haben, finden Sie in dem interessanten Buch. Vom Frühstück über Vorspeisen, Gemüsegerichte, Suppen und Zwischenmahlzeiten, Gegrilltes, Eingelegtes, Reisgerichte, Brote und türkische Pizza bis zu süßen Speisen und Gebäck. Dazu jede Menge Informationen zu Geschichte, Land und Leuten und viele schöne Farbfotos.
Meine Meinung
Das interessante und sehr schöne Kochbuch zeigt einmal mehr, dass Küche und Kultur zusammengehören.
