Buchtipp: Das Korea-Kochbuch

Buchtipp

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Das Korea-Kochbuch enthält 66 Rezepte von drei ge­bür­ti­gen Ko­re­aner­in­nen, die heute in Berlin, Deutschland, leben. Die Rezepte entstammen der häuslichen koreanischen Küche und können im Alltag leicht und schnell zubereitet werden. Sie umfassen neben Hauptgängen für den Alltag auch Desserts, Snacks und festliche Zubereitungen.

Leichte Rezepte für den Alltag und für Familienfeste

Die Rezepte decken einige Klassiker der südkoreanischen Küche ab, unter anderem Mandu, Kimbap, Bibimbap, Buchimge, Yugkejang und natürlich das milchsauervergorene Gemüse Kimchi. Sie enthalten aber auch einige persönliche Familiengerichte der drei Autorinnen. So bekommt man eine einzigartige Mischung aus allgemeinen Überblick und persönlicher Sicht auf die südkoreanische Küche mit authentischen Rezepten.

Unterhaltung durch persönliche Erzählungen

Das Korea-Kochbuch ist mehr als ein Kochbuch. Die Autorinnen beschreiben in Erzählungen ihre Begeisterung und Leidenschaft fürs Kochen. Wir erfahren einige ihrer kulinarischen Erlebnisse in ihrer Kindheit in Korea bis zu ihrer jetzigen Lebensweise in Deutschland. Diese kurzen, sympathischen Autobiographien geben nebenbei kleine Einblicke in die koreanische Esskultur und ihre Gebräuche.

In die Erzählungen erfährt man einige Hintergründe zu bestimmten Gerichten, und ihre Rezepte folgen dann auf den nächsten Seiten. Mit dem geschichtlichen Kontext in Erinnerung erscheinen die Rezepte noch interessanter.

Statt Fotos: Schöne Illustrationen

Erst recht interessant werden die Rezepte und Erzählungen durch die  wunderschönen, farbigen Illustrationen. Die  Illustratorin Tina Kraus wählte Szenen aus den Erzählungen und Zutaten als Motive für ihre Illustrationen aus. Zusammen mit den Texten werden die Geschichten anschaulich und regen die Fantasie an.

Das Korea-Kochbuch verzichtet ganz auf Fotos der Gerichte. Doch die Fotos vermisst man nicht, da an ihrer Stelle die ganzseitigen Illustrationen stehen. Sie wurden von Frau Kraus zuerst mit Hand gezeichnet und dann digital koloriert. Auf ihrer Website sehen Sie eine Auswahl der Illustrationen aus dem Korea-Kochbuch. Ich finde, diese Technik führt zu Bildern, die wie Holzschnitte anmuten und die asiatische Lebensweise als Symbiose von strenger Form mit weich fließendem Inhalt optisch treffend ausdrückt.

Weitere Merkmale

Die Art der Bindung ist beim Kochen aus dem Buch in der Praxis eigentlich ungeeignet, da das Buch sich von selbst leicht zusammenklappt. Entweder beschwert man die Seiten mit Gewichten oder kopiert sich die Rezepte vor der Zubereitung raus, damit sie immer vor Augen liegen. Doch abgesehen davon: Eine kleine Warenkunde der wichtigsten koreanischen Zutaten und mehrere, d.h. fünf(!), Inhaltsverzeichnisse geben Orientierung durch das Buch und erleichtern das Finden bestimmter Rezepte ungemein. Außerdem helfen die darin erwähnten Internetadressen einiger Online-Shops, jede Zutat für die Rezepte zu besorgen.

Meine Meinung

“Das Korea-Kochbuch” ist ein tolles Kochbuch, das auch als Geschenk große Freude macht und die viel zu kleine Auswahl an deutschsprachigen koreanischen Kochbüchern bereichert.

Details

Titel
Buchtipp: Das Korea-Kochbuch
Seitenzahl
160
Bindeart
Broschiert
Erscheinungsjahr
2011
Autoren
Jung Sunkyoung, Yun-Ah Kim, Minbok Kou, Tina Kraus
Verlag
Jacoby & Stuart

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  • schwarzwurzel auf koreanisch

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