Buchtipp: La cucina dolce: Die leckersten italienischen Süßspeisen

Buchtipp

Italia dolce
Italienische Desserts bestechen durch ihre Einfachheit. Wenige Zutaten werden in wenigen Arbeitsschritten zubereitet. Und doch kommen echte Leckereien dabei raus. Das Kochbuch „La cucina dolce“ begeistert mich durch die vielen Rezepte und verspielten Illustrationen.
Strutturazione practica
Carlo Bernasco, der Rezeptemacher des Buches, stellt einige Grundrezepte vor wie die gefrorene Sahne mit Eiern („Semifreddo“), Panna Cotta, Mascarponecreme für Tiramisù und Biskuitteig. Anschließend stellt er in 13 Kapiteln die Desserts vor.
Die Gliederung der Kapitel ergibt sich nach der Zutat, die für das Rezept vorherrschend ist. Ein Kapitel mit Rezepten auf Basis von Pfirsichen, von Äpfeln und weiteren einzelnen Obstsorten, sowie von Schokolade, Nüssen, Kastanien und gemischten Früchten. Das finde ich sehr praktisch, kann ich doch so innerhalb eines Kapitels stöbern, wenn ich z.B. viele Äpfel verarbeiten will.
I ricette
Unter den ca. 100 Rezepten sind viele Leckerbissen zu finden: Apfelcreme, Kastanienpudding, Mandelkuchen, Orangenparfait, süsse Ravioli mit Waldbeeren, Schokoladensalami mit Nüssen, Fruchtsuppe, Erdbeermousse.
Wie bei den meisten italienischen Desserts basieren die Rezepte auf Milchprodukten, Zucker, Eier und Früchten. Aromen von Likören, Honig, Nüssen, Schokolade und Essenzen verfeinern den Geschmack. Die Zubereitungen lassen sich mit höchstens mittlerem Aufwand durchführen und passen somit gut in weitere Küchenabläufe.
Natürlich fehlt der Tiramisù nicht. Bernacso ließ sich einige Varianten einfallen: Tiramisù mit gegrillter Apfelscheibe, Erdbeertiramisù und Feigentiramisù mit Feigenmarmelade. Das schreit nach Ausprobieren.
L’allestimento
Larissa Bertonasco, die Illustratorin des Buches, gestaltete das Buch mit verspielten und mediterran anmutenden Collagen. Mir gefielen ihre kreativen Illustrationen bereits in ihren früheren Büchern La cucina mia (Rezension) und La cucina verde (Rezension).
Beim Stöbern blieb ich öfters an den ganzseitigen Grafiken hängen. Die Bilder sind ein Spiel aus plakativen Formen und Farben, zeigen Menschen, Gegenstände aus der Küche und Einzelstücke von Früchten, Zutaten, Gerichten. Sie wecken Erinnerungen an Urlauben in Italien, der warmen Sonne, lichtdurchfluteten Straßen, lebendigen Märkten. Und zeigen angenehm, wie ein Kochbuch anders als mit Hochglanzfotos liebevoll gestaltet werden kann.
Quattro indici
Mehrere Inhaltsverzeichnisse ermöglichen das Finden der Rezept auf mehrere Wege: Rezepte nach ihrem deutschen Namen, nach ihrem italienischen Namen, Getränke und eine alphabetisches Register weiterer Stichwörter.
Et cetera
Das Buch ist kein opulentes Werk, sondern kompakt und für den Küchenalltag im richtigen Format. Der Umschlag verträgt Flecken von Flüssigkeiten gut und ist abwischbar.
Meine Meinung
Mit „La cucina dolce“ liegen Liebhaber einfacher und leckerer süßen Nachtische genau richtig.