Buchtipp: Kochen für Teilzeit-Vegetarier

Buchtipp

Kochbuch für die „flexitarische Küche“
Die Kategorisierung von Kochbüchern ist oft so, dass es Kochbücher für viele und Kochbücher für Vegetarier gibt. Dazwischen scheint es nichts zu geben. Dabei gibt es eine große Gruppe, die sich nicht nur, aber auch vegetarisch ernährt. Oder – anders gesagt – nicht nur, aber auch mal Fleisch isst. Sich als Gelegentlich-Fleischesser bezeichnen würde: die Flexitarier.
Für diejenigen, die grundsätzlich und überwiegend Zubereitungen von Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Eiern vermeiden, aber hin und wieder dem Appetit darauf nachgehen wollen, hat Autor Martin Kintrup das Kochbuch „Teilzeit-Vegetarier“ geschrieben.
Flexibilität für Flexitarier
In seinem Buch bringt er auf zwei Arten die flexible Ernährung der Flexitarier unter:
- Einigen Rezepten aus der Fleischküche stellt er auf Doppelseiten eine rein vegetarische Entsprechung nebenan.
- Bei den meisten Rezepten kocht er vegetarisch und schlägt Abwandlungen mit Fleisch und Fisch vor.
Das macht das Buch praktisch für den Alltag in Haushalten. Gerade die Art der Abwandlungen ermöglicht es, auf Grundlage eines einzigen Gerichts zwei Personengruppen am Tisch zufrieden zu machen.
Die Kapitel
Martin Kintrup stellt etwa 75 Rezepte für die Alltagsküche vor, die er einteilt in die Kapitel
- Salate
- Suppen & Eintöpfe
- Kartoffeln, Gemüse und Hülsenfrüchte
- Pasta & Nudeln
- Reis und Getreide
Ein eigenes Kapitel für Fleisch- und Fischgerichte kommt nicht vor. Denn für seine Genießer sind diese Rezepte in allen Kapiteln untergebracht.
Die Rezepte
Die Rezepte sind modern und enthalten neue Ideen für die tägliche Mahlzeit. Darunter sind zum Beispiel:
- Wiener Schnitzel: klassisch mit Kalbsfleisch & vegetarisch mit Rübenraspeln
- Lauwarmer Gemüsesalat / mit Salami und Käse
- Linsengemüse / abgewandelt mit Mettwürstchen
- Rübchen-Carpaccio / abgewandelt mit Roastbeef
- Krautwickel mit Hackfleisch vs. Kohlrouladen mit Tofu und Käse
- Bohnen mit Kichererbsenpüree / mit Kalbsmedaillons
- Langos mit Schnittlauchquark / oder Räucherlachs
- Speckknödelsuppe vs. Käsknödelsuppe
- Kürbisflammkuchen / abgewandelt mit Speck
- Rote-Bete-Pasta mit Nüssen / oder Salsicce
- Für Spaghetti: Sauce Bolognese vs. Seitan-Gemüse-Bolognese
- Ofen-Ratatouille / mit Lammkoteletts
Die Rezepte sind leicht bis mittelschwer zuzubereiten und innerhalb einer Stunde fertig, manche auch schneller. Alle Rezepte sind für 4 Personen ausgelegt.
Gelungene Gestaltung
Das Buch enthält ganzseitige, gelungene Fotos von fast allen Gerichten. Bei jedem Kapitelanfang lockern bunte Illustrationen die Gestaltung auf. Die Farbgebung und Schriftsetzung ist gekonnt, frisch und ausgewogen. Auseinandergeklappt ist das Buch etwa so groß wie zwei nebeneinander gelegte DIN A4-Seiten und liegt sehr gut in der Hand. Es macht echt Spaß, im Buch zu stöbern.
Meine Meinung
„Kochen für Teilzeit-Vegetarier“ ist ein sehr gelungenes Kochbuch für die Alltagsküche, die sowohl Fleisch- und Fischesser als auch Vegetarier zufrieden satt macht.