Buchtipp: Knödelküche
Buchtipp

Fundgrube zu Knödeln, Klößen und Teigtaschen aus aller Welt.
Dampfnudeln mit Vanillesauce, Zwetschgenknödeln mit gebratenen Semmelbröseln und Hefeklöße mit Mohn gehörten zu meinen Lieblingsgerichten, als ich noch ein Kind war. Die runden Mahlzeiten aus Teig und Füllung sind in aller Welt beliebt, ob als chinesische Wantans, schwäbische Maultaschen, italienische Ravioli und Gnocchis oder einfach Serviettenknödeln. Die Autoren Christoph Wagner und Ingrid Pernkopf haben in „Knödelküche“ über 250 Rezepte nicht nur von klassischen Knödelgerichten, sondern auch ausgefallene Rezeptideen zusammengetragen.
Die Autoren stellen zuerst einiges Grundwissen, die verschiedenen Teigarten und Füllungen vor. Dann geht es los mit Rezepten, gegliedert nach Situation wie Knödel als Suppenbeilage, Vorspeise, Snack, Hauptspeise, Beilage und süße Nachspeise. Die Möglichkeiten sind erstaunlich, wenn man sich durch die Knödelsammlung liest.
Ausgefallene Gerichte zeigen die hohe Wandlungfähigkeit von den Teigbällen: Gebackene Bierknödel, Gulaschknödel, Birnenknödel, Knödellasagne, Himbeereisknödel, Knödel mit Mozartkugeln als Füllung und Semmelknödel in Essig und Öl seien als Beispiele von 250 weiteren Rezepten genannt. Die Ideen sind faszinierend und eröffnen viele Perspektiven für die eigene Kreativität beim Klößekochen.
Die österreichische Namen für die Zutaten sind vorherrschend. Ein Glossar hilft jedoch, schnell zu verstehen, was es mit Begriffen wie Powidl, Germ, Kletzen und Geselchtes auf sich hat. Tipps für die gelungene Zubereitung ohne Aufreißen oder Auseinanderfallen der Knödel und für die Verwertung von Knödelresten runden die Knödelbibel ab. Mit zwei Registern ist das passende Rezept und Themenkapitel schnell gefunden.
Meine Meinung
Mit „Knödelküche“ liegt ein sehr empfehlenswertes Kochbuch für gekochte Teige aller Art vor. Es ist als Geschenk besonders gut geeignet – auch für sich selbst.
