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Buchtipp
Bewertung: 4 von 5 Punkten
Rezepte aus aller Welt mit einem scharfen Kick.
Buchkritik von Martina Tschirner.
Los geht es in diesem Senfbuch erstmal mit der Geschichte der scharfen Paste. Denn lange bevor es Würstchen gab, wurde Senf auch zum Konservieren und als Heilmittel benutzt. Natürlich nahm man ihn ebenso zum Würzen von Speisen. Schon der griechische Philosoph und Naturforscher Theophrastos erwähnte etwa 350 v. Chr. in seinem Pflanzenbuch: “Sinapsis (Senf) dient der Stärkung und Belebung der Organe oder der Bereicherung abgeschmackter Speisen.” Demnach galt er also auch als Aphrodisiakum. Neben den Griechen waren auch Inder, Ägypter und Römer scharf auf Senf.
Und heute? Da wird Senf immer noch ganz unterschiedlich genossen. Andere Länder, andere Sitten, z.B. in Deutschland, Frankreich, England und den USA. Auch darüber berichtet die Autorin. Und gibt Tipps, wozu welcher Senf schmeckt. So passt mittelscharfer Senf eher zum Würzen von Fisch und Eiern. Der Scharfe dagegen eignet sich gut zu Gebratenem und gegrilltem Fleisch. Wichtig: Damit der Senf nicht an Schärfe und Charakter verliert, beim Kochen immer erst zum Ende der Garzeit zugeben!
Dann kommen endlich die Senf-Rezepte, die den größten Teil des Buches ausmachen. Dabei sind Ideen für die eigene Senfherstellung, außerdem Salate und Vorspeisen, Saucen, Marinaden und Beilagen, Suppen und ein Extrakapitel für Vegetarisches. Dazu kommen noch Kapitel mit Fisch- und Fleischrezepten. Kaum vorstellbar aber wahr: Sogar für Desserts und Getränke lässt sich Senf einsetzen.
Meine Meinung
Köstlich-scharfe Rezeptideen und viel Interessantes zur Senf-Geschichte.
Details
- Titel
- Senf
- Seitenzahl
- 128
- Bindeart
- gebunden
- Erscheinungsjahr
- 2004
- Autoren
- Renate Kissel
- Verlag
- Neuer Umschau Buchverlag / Neustadt/Weinstraße
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