Buchtipp: Moa Fire: Vegetarisches Reggae-Kochbuch

Buchtipp

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Vegetarische Ernährung und Reggae-Musik bilden eine in­spi­rie­ren­de Kom­bi­nat­ion, die gute Laune macht. Der gelernte Koch Steffen Prase verbindet in seinem Kochbuch vegetarische Rezepte, farbige Rezeptefotos und Reggae-Musik auf beigelegter CD zu einer lebensbejahenden Mischung.

Entstehung

Steffen Prase arbeitete in der Gastronomie auf hohem Niveau. In einem Imbisswagen zu kochen stellte er sich zuerst als undenkbar vor. Dennoch hat er sich mit seiner mobilen Küche selbstständig und als „DaSandwichmaker“ auf Reggae-Konzerten einen bekannten Namen gemacht.

Als Reggae-Fan und Koch auf Konzerten kam er in Kontakt zu vielen Reggae-Musikern. 18 bekannte Reggae-Künstler aus Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland kochten mit ihm zusammen und verrieten ihre Rezepte für das Buch. Von den Musikern sind unter anderem Hans Söllner, Ganjaman, Uwe Banton, Mono & Nikitaman und Sara Lugo dabei. Alle Musiker der CD sind in der Liste am Ende des Artikels aufgeführt.

Rezepte

„Moa Fire“ enthält knapp 40 vegetarische Rezepte mit Anklängen aus den Länderküchen von Jamaika, Italien und Bayern. Die Gerichte – nicht alle – sind grundsätzlich „ital“, wie es Anhänger der Rastafari-Religion nennen, also ohne tierische Produkte und somit vegan. Die Rezepte lesen sich alle sehr lecker, wie die Nudeln in den Farben der Rastafari-Bewegung rot, gelb und grün („Rasta-Pasta“ auf S. 104), Knödeln aus Brezeln („Breznknödel an Steinpilzsauce“ auf S. 91), Salatsuppe der Band „The Gauwailers“, vegetarische Sushis und Kürbisschnitzel.

Die Rezepte sind in drei Kapitel gegliedert:

  1. Rezepte für sommerliche Snacks
  2. Rezepte von 18 Reggae-Künstlern
  3. Rezepte von Hans Söllners Bayaman’Sissdem-Tour

Durch Steffen Prases Profession sind erprobte und partytaugliche Rezepte für Picknick, Outdoor und Konzerte entstanden. Manche Rezepte setzen Kocherfahrung voraus, zum Beispiel die vegetarischen Sushis oder die zu Joints gerollte Schokolade mit Pistazienfüllung, da sie einen gewissen Aufwand benötigen. Ich bin aber auch ganz gespannt darauf, bekannte Gerichte neu zu kochen, wie die Essigknödel (S. 101) und den Kartoffelgulasch (S. 102).

Reaktionen in der Blogosphäre

Auf das Buch bin ich durch den Blog-Beitrag bei Herrn Paulsen aufmerksam geworden, der von den Rezepten und der Musik angetan ist. Nils Kersten erzählt in seinem Blog mit Fotos die Zubereitung von drei Rezepten aus dem Buch, darunter gebratenes Gemüse in Hoisin-Pflaumenmus-Soße mit Basmatireis von Nattyflo auf House of Reggae.com.

Bilder, Bilder, Bilder

„Moa Fire“ lebt vor allem durch die Bilder. So viel Bild auf nur 112 Seiten kam mir noch in keinem Kochbuch vor. Das Buch enthält viele, viele – ach, was – SEHR VIELE Fotos von den Gerichten und Momentaufnahmen aus den Kochvorgängen, zusammen mit den Musikern, die mit Steffen Prase ihre Lieblings-Rezepte mit fröhlicher Laune vor der Fotokamera gekocht haben.

Ich habe die Bilder nicht gezählt, jedoch kommen bei einem einzelnen Musiker etwa 16 bis 20 Bilder zusammen; das multipliziert mit der Anzahl der Musiker (18) ergibt etwa 300 Bilder. Dazu kommen noch die vielen Fotos der anderen Rezepte. Ich schätze, zwischen 400 bis 500 Bilder sind drin. Das macht im Durchschnitt über 12 Bilder pro Rezept, 8 Bilder pro Doppelseite. Mit hoher Qualität und vielen lächelnden Gesichtern regen die Bilder die Lust aufs Kochen garantiert an.

Details

Die Aufmachung und Fotos im Seelennahrungskochbuch sind mit viel Liebe zu Details umgesetzt worden. Das Querformat (22 × 31 cm) ist ungewöhnlich, jedoch praktisch: Auseinandergeklappt schlägt sich das Buch nicht von selbst zusammen. Man kann direkt vom Buch ohne Lesehilfe oder Gewichte auf den Seiten kochen. Für jeden, der mal eine Pause von Fleisch einlegen und dazu einen Soundtrack, der die Stimmung garantiert aufhellt, hören will, einfach die richtige Wahl.

Da Saund oder: Liste der Lieder und Künstler auf der beigelegten CD

Die beigelegte CD enthält 18 Lieder deutschsprachiger Musiker der Stile Roots-Reggae, Rocksteady, Dancehall und Hip-Hop. Darunter sind schöne Reggae-Stücke mit Jazz-Einlagen („Dub Pipe“, „Junkfood Kingdom“), eindringlichen Texten („Du tramst“, bayrisch für „Du träumst“) und fetzige Gute-Laune-Musik („Digge Digge“).

  1. „Froots Rockers“ von Sista Lou & Nina Alverdes
  2. „Coming Home“ von Ephraim Juda
  3. „Heid is a Feierdog“ von Mista Wicked
  4. „Love Jah“ von Thai Stylee
  5. „Love Light“ von Uwe Banton
  6. „W.H.A.D.L.F“ von Ganjaman
  7. „Digge Digge“ von Mono & Nikitaman
  8. „Rich Man“ von Jamaram
  9. „Finde heraus“ von Stranjah feat. Surviva
  10. „Hot Stone“ von Jahcoustix
  11. „Junkfood Kingdom“ von The Gauwailers
  12. „Rocksteady“ von Sara Lugo
  13. „2 Brüder“ von Lyrical BaMa
  14. „Du tramst“ von Hans Söllner & Band
  15. „Reggae Jam“ von Martin Zobel & Soulrise Band
  16. „Irgendwas is immer“ von Ras Gabriel
  17. „My Space“ von Nattyflo
  18. „Dub Pipe“ von Dubiterian

Video zum „Moa Fire“-Kochbuch

Zum Kochbuch gibt es ein schönes Promo-Video zum Buch mit vielen Musikbeispielen, Fotos und Künstlern aus dem Buch: Video Moa Fire auf YouTube.

Meine Meinung

„Moa Fire“ ist ein außergewöhnliches tolles Kochbuch, das auch bei grauen verregneten Tagen die Sonne in der Küche scheinen lässt. Sehr empfehlenswert!

Details

Titel
Moa Fire: Vegetarisches Reggae-Kochbuch
Seitenzahl
112
Bindeart
Gebunden
Erscheinungsjahr
2011
Autoren
Steffen Prase

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  • jamaika rezepte vegetarisch

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Ein Kommentar

  1. House of Reggae sagt:

    Vielen Dank für die Erwähnung. Das Buch ist wirklich großartig und die meisten Zutaten kann man tatsächlich um die Ecke bekommen. Das ist bei Kochbüchern nicht immer so. Ich werde demnächst auch noch andere Rezepte nachkochen.

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