Buchtipp: Mexiko. Kulinarische Streifzüge
Buchtipp

80 original mexikanische Rezepte und faszinierende Einblicke in eine 5000 Jahre alte Esskultur.
Buchkritik von Martina Tschirner.
Am Anfang war der Mais – so die Überschrift des ersten Kapitels. Und bis heute ist er Hauptbestandteil der mexikanischen Küche geblieben. Tortillas, Tacos, Quesadillas, Burritos, Tostades, Enchilladas, all diese bei uns so beliebt gewordenen mittelamerikanischen Snacks wären ohne Maismehl wahrscheinlich nie erfunden worden.
Sie sind jedoch nur ein Rezepteteil diese appetitanregenden Kochbuchs. Bei „Vorspeisen, Suppen, Gemüse und Beilagen“ ist z.B. zu lesen, was alles mit eingelegten Kaktusblättern oder „Nopalitas“ gezaubert werden kann.
Auch an Fischgerichten fehlt es nicht, wobei auch irgendwie zu erwarten war, dass in einem an zwei Ozeane grenzenden Land Meeresgetier gekonnt zubereitet wird. Dazu kommen mexikanische Gerichte mit Fleisch, Gefügel und Wild, sowie Getränke (inklusive Margarita) und der süße Rest.
So verlockend die Rezepte klingen, so interessant liest sich auch der kulterelle Teil des Buches über Küche, Land und Leute. Maya-Pyramiden, Regenwälder und Kolonialpracht sind ebenso Thema wie Agavengeist und feurige Chilis.
Meine Meinung
Viel Kultur, historischer wie kulinarischer, in einem farbenfrohen, mit sehr schönen Fotos ausgestatteten Kochbuch, das zwar die z.Zt. trendige mexikanische Küche zum Thema hat, auf Effekthascherei aber auf angenehme Weise verzichtet.
