Buchtipp: Kochen für hyperaktive Kinder
Buchtipp

Rezepte für eine allergenfreie Ernährung statt Ritalin.
Buchkritik von Martina Tschirner.
Hyperaktive Kinder scheint es immer mehr zu geben. Sie haben große Mühe, sich zu konzentrieren, was oft Schwierigkeiten in der Schule mit sich bringt. Ihr soziales Verhalten ist gestört, das Miteinander in der Familie vielfach sehr anstrengend. Das wissen die beiden Autorinnen aus eigener Erfahrung. Und beschreiben zu Beginn ihres Buches ausführlich die Symptome von Hyperaktivität. Meist wird diesen Kindern das Medikament Ritalin verschrieben, auf der einen Seite zwar eine Hilfe. Auf der anderen Seite aber nur eine Ruhigstellung, mit denen viele Eltern nicht einverstanden sind.
Den Autorinnen ging es ebenso. Sie stellten die Ernährung ihrer Kinder um und verzichteten völlig auf Lebensmittel, die Allergien auslösen können. Wozu nicht nur von der Industrie verarbeitete und mit Konservierungs- und Zusatzstoffen belastete gehören. Auch Milch, Weizen und Nüsse vertragen hyperaktive Kinder ihrer Erfahrung nach nicht. Die „Behandlung“ durch Nahrungsumstellung hatte jedenfalls Erfolg.
Die Liste der empfohlenen Lebensmittel ist trotzdem immer noch lang genug. Und die 100 Rezepte daraus liebevoll zusammengestellt. Wichtig ist, dass die ganze Familie damit von morgens bis abends versorgt werden kann, und niemand sich als Außenseiter fühlen muss.
Meine Meinung
Auch wenn der Milchverzicht manchen Eltern unvorstellbar vorkommen wird, ist die Umstellung auf eine allergenfreie Ernährung ganz sicher den Versuch wert.
