Fleischatlas 2013: Fakten über Produktion und Konsum von Fleisch weltweit

Die Heinrich-Böll-Stiftung, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Zeitung “Le Monde diplomatique” zeigen mit den “Fleischatlas” auf 52 Seiten, wie die vielfältigen Aspekte der Fleischproduktion und der Konsum von Fleisch weltweit zusammenhängen.

Nachdem ich den Fleischatlas durchgelesen habe, steht für mich fest, dass dieses Werk empfehlenswert ist. Es ist nicht nur gut zum Stöbern, sondern vermittelt fundierte und zusammengefasste Fakten. In Schaubildern und für Laien verständlichen Texten vermitteln die Autoren interessante Zusammenhänge rund ums Fleisch.

Da geht es nicht nur um die Herkunft der Wörter rund um Fleisch wie Fleisch, Fett, Speck, Mett und Wurst. Auch die alte religiöse und philosophische Haltung, auf Fleisch zu verzichten, stellen die Herausgeber im historischen Verlauf dar.

Schaubild: Weltweite Fleischproduktion

Schaubild: Weltweite Fleischproduktion; Grafik von Heinrich-Böll-Stiftung, BUND, Le Monde diplomatique

Die neuen Methoden in der Tierhaltung nehmen ein eigenes Kapitel ein. Es folgen Kapitel über die Firmen hinter der Produktion von und dem Handel mit Fleisch, über die Milliardenumsätze der Fleischindustrie und die wirklichen Kosten von Fleischprodukten.

Der Fleischkonsum hat ein eigenes Kapitel: Wo wird warum wie viel bzw. wie wenig Fleisch gegessen? Wo stehen heute deutsche Konsumenten, wenn sie zwischen Massenware, Bio-Fleisch und Verzicht wählen?

Welche Haltungsformen sind artgerecht, wie oft sind sie anzutreffen? Ist die Artenvielfalt in Gefahr?

Weitere Antworten gibt der Fleischatlas auch auf Fragen, wie die Folgen von Viehzucht auf das Wasser in Grund und Haushalten und auf den Klimawandel. Welchen Einfluss haben Tiermedikamente, Futtermittel etc. auf Gesellschaft, Gesundheit und Umwelt?

Schaubild: Zertifizierte Ökolandwirtschaft weltweit

Schaubild: Zertifizierte Ökolandwirtschaft weltweit; Grafik von Heinrich-Böll-Stiftung, BUND, Le Monde diplomatique

Und schließlich: Welche Trends entstehen gerade im Labor und in der Welt? Und welche Initiativen für gute Landwirtschaft gibt es, welche Alternativen beim und zum Fleischkonsum?

Ich empfehle die anschauliche Lektüre der vielen Schaubilder, Faktentabellen und Texte jedem, der sich bewusst mit seinem Fleischkonsum befassen will.

Der “Fleischatlas 2013″ ist erhältlich als Druckausgabe zum Bestellen und als PDF zum Herunterladen. Alles weitere gibt es auf der Fleischatlas-Seite des Herausgebers.

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